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Der Hamburger Orgelbauer
Hans Scherer der Jüngere (Tätigkeit bis etwa 1631 nachgewiesen) war zu
seiner Zeit der bedeutendste Orgelbauer Norddeutschlands.
Die Orgel in der St.
Stephanskirche Tangermünde ist heute das einzige Werk Scherers, von
dem sowohl das prachtvoll geschnitzte Gehäuse als auch etwa 50 % der
Originalpfeifen, darunter alle Prospektpfeifen, erhalten sind. Dies ist
der größte zusammenhängende Pfeifenbestand einer Orgel aus dieser Zeit
überhaupt, und daher von unschätzbarem Wert. Für das fehlende Pfeifenwerk
gab es genügend Anhaltspunkte, um es originalgetreu rekonstruieren zu
können.
Diese einmalig günstigen Voraussetzungen verpflichteten dazu, den Originalzustand
der Orgel von 1624 wieder herzustellen. Ein Dokument des Orgelbaus der
ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, das europäischen Rang besitzt, und
damit ein ideales Instrument für die authentische Aufführung von Orgelmusik
dieser Zeit ist neu erstanden.
Die Scherer-Orgel erklingt von Mai bis Oktober regelmäßig in Konzerten und Orgelmusiken.
Diese finden i. a. Sonnabends 16.30 Uhr statt.
Orgelvorführungen
sind mit dem Organisten zu vereinbaren (siehe Kontakt).
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